SPD-Unterbezirksparteitag

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Torsten Warnecke ist neuer Unterbezirksvorsitzender der SPD in Hersfeld-Rotenburg. Auf ihrem Parteitag in Alheim-Heinebach sprachen sich 88 der 89 Delegierten für den Landtagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Hersfeld aus. Er tritt damit die Nachfolge von Michael Roth an, der sich nach 10 Jahren nicht wieder zur Wahl stellte.

In seiner Abschiedsrede als Unterbezirksvorsitzender rief Roth die waldhessischen Sozialdemokraten auf, weiterhin für ihre Werte und Ziele einzustehen. Gerade unter dem Eindruck des Massenmords in Norwegen an Jugendlichen in einem Ferienlager der Jungsozialisten zeige sich, dass Werte wie Toleranz und Freiheit nicht selbstverständlich seien. Roth, der seit 24 Jahren in der SPD aktiv ist und nunmehr als hessischer Generalsekretär und europapolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion neue Aufgaben übernommen hat, versprach, sich auch in Zukunft für Hersfeld-Rotenburg stark zu machen: „Ich bleibe in Eurer Mitte.“

Zur Mitgliedersituation äußerte sich der neue Vorsitzende: „Wir sind flächendeckend vor Ort präsent. Mit fast 50 neuen Mitgliedern im nicht einfachen Jahr 2010 haben wir vermutlich mehr Neumitglieder, als so manch andere Partei an Gesamtmitgliedern hat. Darauf können und müssen wir stolz sein, mit gut 2.400 Mitgliedern!“

In ihren inhaltlichen Beratungen verabschiedeten die Sozialdemokraten einstimmig eine Resolution, die den Erhalt der Arbeitsagentur Bad Hersfeld fordert. „Es könne nicht sein, daß erneut Fulda bevorzugt werde,“ unterstrich der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth.

Eine bildungspolitische Wende sei dringend erforderlich, waren sich die Delegierten einig. In mehreren Anträgen sprachen sich die Delegierten für den Ausbau von Ganztagsschulen sowie das kostenlose Mittagessen an Schulen mit pädagogischer Mittagsbetreuung aus. „Wer eigenständige Schulen wolle, müsse auch das notwendige Personal und die Mittel zur Verfügung stellen,“ unterstrich der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung, Karsten Vollmar. Deshalb dürfe auch das Staatliche Schulamt in Bebra in einer Phase, in der neue Aufgaben auf die Schulen zukommen werden, nicht dramatisch ausgedünnt werden.

Einig waren sich die Genossen auch bei dem Thema Leiharbeit. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, heißt hier die sozialdemokratische Forderung. Zudem wollen die Sozialdemokraten, daß das Risiko der Arbeitslosigkeit strikt von den Zeitarbeitsfirmen und nicht der Versichertengemeinschaft getragen wird.

Dem neuen zwanzigköpfigen Vorstand gehören an:

Vorsitzender: Torsten Warnecke (Bad Hersfeld); Erste Stellvertretende Vorsitzende: Elke Künholz (Bad Hersfeld); Stellvertretende Vorsitzende: Ralf Hilmes (Nentershausen), Ralf Orth (Philippsthal), Helmut Opfer (Niederaula), Gunter Müller (Bad Hersfeld); Schatzmeister: Helmut Miska (Ronshausen); Schriftführerin: Tanja Hartdegen (Schenklengsfeld); Beisitzer/innen: Pascal Barthel (Bad Hersfeld), Manfred Fehr (Rotenburg), Elisabeth Gebauer (Heringen), Bernd Holzhauer (Bebra); Renate Hucke (Bad Hersfeld), Manfred Koch (Kirchheim), Manfred Knoch (Rotenburg), Marina Oechel (Hohenroda), Christiane Sprenger (Wildeck),Heike Störbrauck (Nentershausen), Christel Stumpf (Friedewald) und Cornelia Ziehn (Hauneck).

 
 

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