SPD Niederaula zum 30. mal auf großer Fahrt

Ortsvereine

Die drei SPD-Ortsvereine der Marktgemeinde Niederaula hatten zu ihrer 30. Informationsfahrt in Folge eingeladen. Ziel der diesjährigen Fahrt war die Firma SenerTec in Schweinfurt.

Die Firma SenerTec wurde im März 1996 gegründet um das Dachs Mini-Blockheizkraftwerk zu produzieren und zu vermarkten. Das mittelständische und äußerst innovative Unternehmen beschäftigt derzeit rund 150 Mitarbeiter. Die Wurzeln der Firma SenerTec liegen im Hause der Firma Fichtel und Sachs (heute ZF-Sachs), dem bekannten Zulieferer aus der Automobilindustrie.

 

Die fast 50 Gäste aus Niederaula wurden im Schulungsraum der Fa. SenerTec durch einen Mitarbeiter des Unternehmens begrüsst, der in einem rund einstündigen Vortrag auch die Geschichte des Unternehmens erklärte. Sie beginnt 1979 mit der zweiten Ölkrise. Viele Menschen setzen angesichts steigender Ölpreise auf eine effiziente Energieerzeugung und regenerative Energiequellen. Nach umfangreichen Entwicklungsarbeiten an einem Einzylinder-Viertakt-Spezialmotor und einem Hochleistungsgenerator als Herzstück für ein kleines Blockheizkraftwerk ist der Dachs geboren. Das Mini-BHKW Dachs das mit Erdgas, Flüssiggas, Heizöl und Biodiesel betrieben werden kann, ist ein Energie-Allroundsystem zur Vollversorgung mit Wärme, Strom und Warmwasser.

 

Um die Kraft-Wärme-Kupplung auch für kleinere Haushalte nutzbar zu machen erweiterte SenerTec im Herbst 2011 seine Angebotspalette und brachte den Dachs Stirling SC auf dem Markt. Diese Mikro-KWK-Anlage ist speziell auf den geringen Wärmebedarf von Ein- und Zweifamilienhäusern zugeschnitten.

 

Begrüsst wurde die Besuchergruppe auch durch Herrn Manfred Steidl, von dem SenerTec Center in Niederjossa. Herr Steidl leitet eines der rund 30 regionalen SenerTec-Center in Deutschland. Das örtliche SenerTec-Center hat bereits ca. 1.200 BHKW’s verkauft und installiert. Alleine im Kreisaltenheim in Niederaula laufen neun BHKW’s und produzieren dort Strom,Wärme und Warmwasser.

 

Herr Gieselmann, von der EnergieNetz Mitte GmbH, einer 100%-igen Tochter der seit 2013 rekommunalisierten Tochter der EAM – Energie aus der Mitte-, die an der Vorbereitung dieser Info-Fahrt mitgewirkt hatte, gab einen äußerst informativen Beitrag über die Auswirkungen der Rekommunalisierung. Der Name EAM steht dabei für eine seit rund 85 Jahren praktizierte, sichere und zuverlässige Versorgung von rund 1,5 Millionen Menschen in ihrem Versorgungsgebiet. Seit Ende des Jahres 2013 befindet sich die EAM im Besitz von zwölf Landkreisen und der Stadt Göttingen und ist damit ein zu 100 Prozent kommunales Unternehmen. Derzeit laufen auch, so berichtete Herr Gieselmann, die Vorbereitungen des Erwerbs von Eigentumsanteilen an der EAM durch Städte und Gemeinden im Geschäftsgebiet. Herr Gieselmann wies auch deutlich darauf hin, dass mit der Rekommunalisierung nur die Netzbereiche von der früheren E.ON Mitte AG auf die kommunalen Eigentümer übergegangen ist. Der Vertrieb, also der Strom- und Gasverkauf befindet sich nach wie vor im Eigentum der Firma E.ON. Ein Wechsel in dem Strom- und Gasbezug von der E.ON zu der im kommunalen Eigentum befindlichen EAM erfolgt nur durch einen entsprechenden Antrag. Die zuständige EAM Niederlassung ist dabei behilflich.

 

Bei herrlichem Spätsommerwetter unternahm die Niederaula’er Reisegruppe nach der Werksbesichtigung eine Schifffahrt auf dem Main mit dem Motorschiff „Undine“ durch die Volkacher Mainschleife. Vom Main aus hatte man einen herrlichen Blick auf die Wallfahrtskirche „St. Maria auf dem Kirchberg“, die Vogelsburg sowie die Weinbaugemeinden Fahr, Untereisenheim, Obereisenheim, Stammhein und Wipfeld.

 

Der gemütliche Abschluss der diesjährigen Fahrt erfolgte in Fahr am Main. In dem urgemütlichen fränkischen Gasthaus „Zum Hirschen“ wurden die Niederaulaer von dem Gastwirteehepaar Heidrun und Kilian Krapf begrüßt. Für Heidrun Krapf war es ein Wiedersehen mit vielen Freunden und Bekannten aus ihrer früheren Heimat und eine Verpflichtung zugleich die Gäste aus Niederaula mit ihrer bekannten guten fränkischen Küche und Weinen aus eigenem Anbau zu verwöhnen.

 

Für den SPD-Ortsverein Niederaula als Veranstalter dieser Informationsfahrt bedankte sich dessen 1. Vorsitzender Walter Freund für die rege Beteiligung an dieser 30. Fahrt. Walter Freund wies auch daraufhin, dass die Niederaulaer Sozialdemokraten neben einer sachlichen, konstruktiven und fairen Kommunalpolitik auch eine Information der Bürgerinnen und Bürger über Themen wie z.B. die Energiepolitik in den Focus ihrer Arbeit in der Vergangenheit gestellt haben und auch zukünftig daran festhalten werden.

 
 

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