Straßensanierung der L3432 vor Mengshausen (Amphibienschutzanlage) erst nach 2022?

Ortsvereine

Projekt weder in diesem Jahr angekündigt, noch in „Sanierungsoffensive 2016 – 2022“. Mehr als 2.000 Molche unterwegs – ehrenamtliche Arbeit der Naturschützer dauerhaft eingeplant?

Vom maroden Zustand einer der eigentlich wichtigsten Amphibienschutzanlagen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg überzeugten sich Bürger und Parlamentarier aus der Gemeinde Niederaula gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Rohrbach und dem Landtagsabgeordneten Torsten Warnecke. Seit Jahren setzt sich Warnecke bei den Landesverkehrsministern für die Sanierung der Straße ein. Sind doch die sechs die Landesstraße 3432 vor Mengshausen querende Rinnen so marode, daß diese von den Amphibien nicht angenommen werden. Hinzu kommt der bauliche Zustand in der Straße, der zu einer drastischen vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h führt. „Nach den beiden FDP-Verkehrsministern Posch und Rentsch dachte ich, daß sich Verkehrsminister Al-Wazir besonders einer solchen Maßnahme verpflichtet sieht. Aber weder im diesjährigen Straßenbauprogramm für Landesstraßen in Hersfeld-Rotenburg noch in der sogenannten „Sanierungsoffensive 2016 – 2022“ sind Mittel vorgesehen,“ beschreibt der SPD-Landtagsabgeordnete Warnecke die Rahmendaten.
 
Niederaulas Bürgermeister Thomas Rohrbach wies darauf hin, daß ursprüngliche kleinere Maßnahmen verworfen wurden, um die Straße, neben dem Bau einer neuen Amphibienschutzanlage, insgesamt auch in der Streckenführung zu entschärfen. Hierfür wiederum sei ein insgesamt kleinerer sechsstelliger Betrag landesseitig notwendig. „Das hier etwas getan werden muß, sieht und erfährt jeder. Schade, wenn nach den positiven fachlichen Abstimmungen erst nach 2022 die Maßnahme in Angriff genommen werden sollte. Hier herrscht jetzt bereits Handlungsbedarf,“ bilanziert Bürgermeister Rohrbach.
 
Die im Naturschutz ehrenamtlich tätige Silke Herwig verwies auf die Leistung des NABU. „Wir sammeln die Amphibien ein und verbringen diese in die Gewässer im Wiesenbereich. Allein die Zahl der Molche überstieg im Frühjahr die Zahl von 2.000. Das alles wird ehrenamtlich gemacht. Ob das auf Dauer geleistet werden kann? Jedenfalls kann der Amphibienschutz nicht davon dauerhaft abhängig sein, ob sich genügend Helferinnen und Helfer finden,“ faßt Herwig, die sich auch im Bereich des Naturschutzes um die jungen Mitglieder kümmert, ihre Auffassung zusammen.
 
Offenbar hat der Vorortbesuch bereits eine Konsequenz gezeitigt, werden doch aktuell die maroden, funktionslosen Holzsperranlagen entfernt, die seit Jahren das Mähen der Seitenstreifen behindert hatten.

 
 

WebsoziCMS 3.5.2.9 - 339177 -