
Hessens Sozialministerin Heike Hofmann spricht Klartext: Mehr Unterstützung für Kommunen, starker Sozialstaat und Rückenwind für die Kommunalwahl.

Hessens Sozialministerin Heike Hofmann spricht Klartext: Mehr Unterstützung für Kommunen, starker Sozialstaat und Rückenwind für die Kommunalwahl.
Niederaula: Sommer, Sonne, Sozialdemokratie – beim Sommerfest der SPD Niederaula ging es nicht nur um Bratwurst und gute Laune. Die Genossinnen und Genossen nutzten die Gelegenheit, um über drängende Themen zu sprechen: Kinderbetreuung, finanzielle Lage der Kommunen, soziale Sicherheit und Zukunftschancen für die Region.
„Wir leben in stürmischen Zeiten“, eröffnete Hessens Sozialministerin Heike Hofmann ihre Rede. „Ja, die SPD steckt in einer Krise – aber wir packen an, statt zu jammern.“ Sie machte deutlich, dass die Partei selbstkritisch, aber lösungsorientiert bleiben müsse. Beispiele aus ihrem Ressort untermauerten das: mehr Personal in Kitas durch ein neues Programm, die Sicherung des Sozialetats trotz Spardrucks und ein Durchbruch im Kampf gegen Gewalt an Frauen. „Dass die Kosten für die gerichtsfeste Spurensicherung nach Gewalttaten künftig von den Krankenkassen übernommen werden, war ein jahrelanger Kampf – und ein Sieg für das Selbstbestimmungsrecht der Frauen“, so Hofmann.
Auch bundespolitisch nahm die Ministerin kein Blatt vor den Mund: „Das ewige öffentliche Streiten muss aufhören. Konflikte trägt man intern aus!“ Und zur Zukunft der Kommunen stellte sie klar: „Hier leben die Menschen. Wenn die Kommunen nicht atmen können, erstickt das Vertrauen in die Politik.“
Unterstützung erhielt sie von Tanja Hartdegen, SPD-Landtagsabgeordnete: „77 Prozent der Bundesmittel aus dem Sondervermögen müssen in die Städte und Gemeinden. Das wird ein hartes Stück Arbeit, aber wir dürfen nicht locker lassen.“ Für die SPD sei die Stärkung der kommunalen Handlungsfähigkeit zentral – auch mit Blick auf die Kommunalwahl im März 2026.
Landrat Torsten Warnecke nutzte die Gelegenheit, um die Erfolge des Landkreises hervorzuheben: „Wir haben die zweitniedrigste Arbeitslosigkeit in Hessen, sind beim Tourismus auf Platz zwei und vorn bei erneuerbaren Energien. Das ist kein Stillstand – das ist Fortschritt!“
Wie dieser Fortschritt in Niederaula aussieht, schilderte Gemeindevorstandsmitglied Thomas Hahn: „Früher hörte man nur, was nicht geht. Heute sehen wir, was möglich ist: Ein neuer Sportpark für die Region wird Realität – für unsere Kinder und Familien.“
Neben den politischen Gesprächen kam die Geselligkeit nicht zu kurz: Bei Kaffee und Kuchen, frischer „Stracke“ mit Bauernbrot und kühlen Getränken genossen die Gäste Sommerfest-Atmosphäre pur und nutzten die Gelegenheit für den direkten Austausch mit den Politikerinnen und Politikern.
Mit Blick auf die kommenden Monate gab Hofmann die Marschroute vor: „Wir wollen nicht nur gute Ergebnisse, wir wollen Mehrheiten – für eine Politik, die Lösungen bietet.“ Und sie schloss mit einem Zitat von Johannes Rau: „Wir dürfen unseren Kindern nicht vorgaukeln, die Welt sei heil, aber wir sollten ihnen die Zuversicht wecken, dass die Welt nicht unheilbar ist.“
15. März 2026 Kommunalwahl:
SPD wählen!
